Hechingen
24.2.-31.3.2019

Andreas Felger, 1935 in Mössingen-Belsen geboren, ist seit sechs Jahrzehnten als Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer aktiv. 1952 hatte er seine Laufbahn mit einer Lehre als Musterzeichner bei der Pausa AG begonnen und ein anschließendes Kunst-Studium in München durch freie Entwurfsarbeit für die Firma begleitet.

Ab 1959 intensivierte sich die Zusammenarbeit und Felger avancierte zu einem der wichtigsten Textildesigner des erfolgreichen Betriebs, den er 1980 verließ. Weit über tausend im Pausa-Archiv in Mössingen erhaltene Stoffe aus seiner Entwurfshand, darunter die bekannten Africana- und Mexicana-Serien, zeugen von seinem enormen textilgestalterischen Output. Dies barg gleichzeitig einen kreativen Impetus für das freie Kunstschaffen, das er seit den 1960er Jahren parallel verfolgte, anfangs mit dem Fokus auf den Holzschnitt. „Die Pausa hat mich in Schwung gebracht“, sagt der Künstler selbst über diese Zeit.

Bezeichnenderweise waren es Räume der kunstsinnig geführten Pausa AG, in denen Felger 1974 seine erste Einzelausstellung mit Druckgrafiken präsentierte.

Die Hechinger Ausstellung „ANDREAS FELGER. HOLZSCHNITTE“ schlägt die Brücke zu diesem Ausgangspunkt.

Mit einem retrospektiven Blick auf sechs Schaffensjahrzehnte wird Andreas Felger als Holzschneider vorgestellt. In den Farbholzschnitten verdichtet Felger Farben und Formen zu eindrucksvollen Kompositionen, in denen er nicht selten seine schwäbische Heimat in all ihrer Anmut und Rauheit porträtiert, sich mit biblischen Themen des alten und neuen Testaments auseinandersetzt und sich von Werken zeitgenössischer Komponisten inspirieren lässt.


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