Andreas Felger, ohne Titel, 2015
Öl auf Leinwand, 100 x 150 cm, © AFKS
ohne Titel
2015
Öl auf Leinwand
100 x 150 cm

Jesu Tod am Kreuz: Gott opfert seinen Sohn, um uns durch sein Blut zu erlösen. Wer versteht das heute noch?
Und dann die Auferstehung. Zentral für die christliche Botschaft – aber die Mehrheit der Christen glaubt heute nicht mehr an die „Auferstehung“!
Bei uns zu Hause im Herrgottswinkel hing ein traditionelles Biedermeier-Kreuz mit dem Corpus des geschundenen und blutenden Jesus. Es war uns fragwürdig geworden, wir suchten etwas Anderes, etwas, das jedem seinen persönlichen Zugang zum Tod Jesu und zu seiner Auferstehung ermöglicht.
Dann sahen wir dieses Bild von Andreas Felger, wir sahen uns an und waren uns einig: Das ist die Auferstehung. Licht, warmes Licht, helles Licht, gleißendes Licht. Ein Fenster in die offene Zukunft, geerdet und himmlisch zugleich, irdisch und transzendent. Dieses Bild legt niemanden auf eine bestimmte Vorstellung von Auferstehung fest, aber es lädt ein zum Nachdenken über Auferstehung.
Und das Biedermeier-Kreuz? Auch dafür haben wir Ersatz gefunden. Die vergoldete Holztafel von Hermann Bigelmayr aus München. Kein leidender Jesus, kein Blut. Die Abstraktion macht den persönlichen Zugang möglich – wie beim Bild von Andreas Felger.
Beide Werke zusammen bilden jetzt unseren Herrgottswinkel – und strahlen jeden Tag!

Martina und Martin Schockenhoff

Martina Schockenhoff ist Dipl.-Theologin, Psychotherapeutin und Yoga-Lehrerin in Ludwigsburg. Martin Schockenhoff ist Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorstandsmitglied im Verein der Kunstfreunde Andreas Felger e. V.